Veranstaltungen

»Es ist schwer, Jude zu sein, und doch schön« – Mosaiksteine aus den Tagebüchern des Schülers Heinz Heilbronn, Szenische Inszenierung

Ort: Hochrheinhalle Gailingen, Schulstraße 4, 78262 Gailingen

Am 27. Januar 2025 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 80. Mal. Anlässlich des Internationalen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus gehen Schülerinnen und Schüler des Hegau-Gymnasiums Singen auf historische Spurensuche.

»Man sollte eigentlich schreiben, immer wieder schreiben, von dem namenlosen unsäglichen jüdischen Elend, damit man nie vergesse, was Deutschland uns angetan.« Diese Worte schreibt der 1920 geborene Schüler Heinz Heilbronn am Sonntag, den 22. März 1942 in sein Tagebuch. In seinen persönlichen Notizen wird er zum Chronisten der Entrechtung und Verfolgung der Gailinger Jüdinnen und Juden, die im März 1933 begann. In der Inszenierung der Journale des Schülers Heinz Heilbronn, Archivmaterial aus dem Jüdischen Museum Gailingen, wird regionale Geschichte in der Hochrheinhalle unmittelbar spürbar. Darsteller und Publikum tauchen ein in die Erfahrungswelt eines Heranwachsenden während des nationalsozialistischen Terrorregimes. Welche Gefühle und Gedanken prägten den Schüler, der als einer der letzten Juden 1938 an der damaligen Ober-Realschule sein Abitur ablegte?  Eine dramatisch bewegende Reise in die Vergangenheit….

Eintritt frei. Wir bitten um Spenden.

»Die Sprache der hebräischen Bibel«  Einführung in das hebräische Alphabet (I)

Die Beschäftigung mit den alten Zeichen schenkt uns einen neuen Zugang zum Buch der Bücher. Vieles ist anders in dieser semitischen Sprache, sie ist offen für viele Bedeutungen, und der Dialog mit dem Wort weitet unseren Horizont. So wie damals die Kinder im jüdischen Schulhaus erfahren wir, wie wichtig das Lernen für das Judentum ist.

Die Geschichte des Alphabets / Die Erfindung der Konsonantenschrift / Hebräisches und Aramäisch / Besonderheiten der hebräischen Sprache / Besinnung auf die Wurzeln

Referent des Abends ist Markus Sieber, em. Pfarrer und Dozent der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen sowie Hebräisch-Lehrer der Kantonsschule Schaffhausen

Kosten: € 10,-  p.P.

Anmeldungen unter: info@jm-gailingen.de oder 07734-934226

«Vertraut und fremd zugleich»

Öffentliche Museumsführung mit Besuch des historischen Ritualbades, der Mikwe

Die Geschichte jüdischen Lebens in einer Region ist immer auch die Geschichte vom Umgang mit dem Fremden, seiner Integration und/oder Zurückweisung. Der gemeinsame Gang durch die Dauerausstellung im ehemaligen Schulhaus bietet vielfältige Einblicke in die Entwicklung einer der größten jüdischen Landgemeinden im süddeutschen Raum. Thematisiert werden Gailinger Synagoge, gelebte Religiosität und Alltagsleben, der lange Weg jüdischer Emanzipation sowie Verfolgung und Deportation während des Nationalsozialismus.

Führung und Eintritt frei. Wir freuen uns über eine freiwillige Spende.

»Die Sprache der hebräischen Bibel« – Wir lernen den ersten Satz der Bibel (II)

Die Beschäftigung mit den alten Zeichen weist uns einen neuen Zugang zum Buch der Bücher. Vieles ist anders in dieser semitischen Sprache, sie ist offen für viele Bedeutungen, und der Dialog mit dem Wort weitet unseren Horizont. So wie damals die Kinder im jüdischen Schulhaus erfahren wir, wie wichtig das Lernen für das Judentum ist.

Das erste Zeichen / Vielfalt der Übersetzungen / Schöpfer und Schöpfung / Was heisst »Gott«? / Himmel und Erde und weitere Gegensätze / Ein neuer Zugang zu biblischen Texten

Referent des Abends ist Markus Sieber, em. Pfarrer und Dozent der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen sowie Hebräisch-Lehrer der Kantonsschule Schaffhausen

Kosten: € 10,-  p.P.

Anmeldungen unter: info@jm-gailingen.de oder 07734-934226

»Im Dialog« – Jüdisches Leben im Spiegel von Literatur und Philosophie, Öffentliche Museumsführung

Der Ausstellungsrundgang setzt die jüdische Geschichte Gailingens erzähldramaturgisch in Dialog mit vergangenen und zeitgenössischen Stimmen aus jüdischer Zeit- und Kulturgeschichte. Texte von Jacob Picard, Rahel Varnhagen, Hannah Arendt, Berty Friesländer-Bloch, Ruth Klüger, Jean Améry und Deborah Feldman spiegeln kontrastreich individuelles jüdisches Bewusstsein, religiöses Alltagsleben, den spannungsreichen Weg jüdischer Emanzipation sowie die leidvolle Erfahrung von Deportation und Verfolgung. In Gespräch und Diskussion ergibt sich ein lebendiges Erinnern.

Führung und Eintritt frei, wir bitten um Spenden.

»Am blauen Himmel langen Friedens…« – Gertrud Kolmar, ein literarisch-musikalischer Nachmittag

Ort: Festsaal Hohentwiel, Kliniken Schmieder, Auf dem Berg 1, 78262 Gailingen

Die Jüdin Gertrud Kolmar schuf ein lyrisches Werk von großer Einprägsamkeit und visionärer Kraft. Zu ihren Lebzeiten wurde davon nur wenig veröffentlicht. Sie blieb auch lange nach dem Krieg unbekannt. Ihre Gedichte kreisen um die vielfältigen Aspekte der weiblichen Identität, um Natur und Tiere als Gegenpol zur destruktiven Zivilisation und um das Leiden des jüdischen Volkes. Auch über Kolmars Freundschaft zum jüdischen Dichter Jacob Picard von der Höri ist wenig bekannt. Am Familienschicksal Gertrud Kolmars wird vor Augen geführt, wie Gleichgültigkeit, Neid und Hass Antisemitismus ermöglichen.

Die Konstanzer Schauspielerin Heinke Hartmann rezitiert Gedichte von Kolmar. Biographische Impulse von Bettina Kommoss und Oswald Burger erhellen ihre Lebensgeschichte. Die Musikerin Stefanie Jürgens bringt die Worte auf dem Flügel zum Klingen.

Eintritt frei, wir bitten um Spenden.

   

»Ein kritischer Blick auf jüdisches Leben heute in Deutschland« – Vortrag von Dr. Uri R. Kaufmann

1946/47 lebten etwa 220.000 Juden im besiegten Deutschland. Die meisten von ihnen wanderten bis in die 1950er Jahre nach Israel und in die USA aus. Zurück blieben rund 25.000 Gemeindemitglieder. Sollte es trotz der Schoah wieder jüdisches Leben in Deutschland geben? Saß man auf «gepackten Koffern»? Sollte man überhaupt neue Synagogen bauen? Bis in die 1970er Jahre wuchs eine Nachkriegsgeneration heran, die sich Gedanken über die Zukunft jüdischen Lebens machen wollte. Die kleinen Gemeinden waren von polnischen Staatenlosen geprägt, die den ihnen gewohnten Gottesdienst vom Vorkriegs-Polen haben wollten, aber selten hingingen. Eine kleine, aber stetige Zuwanderung sorgte für Stabilität der Mitgliederzahl.

Nach 1990 wanderten Juden aus der ehemaligen UdSSR zu. Die Zahl der Gemeindemitglieder vervierfachte sich auf etwa 100.000. Seit 1981 versucht die Lubawitscher chassidische Bewegung säkulare Juden für die orthodoxe Lebenspraxis zu gewinnen in den 1990er Jahren gründete sich die Union Progressiver Juden, Rabbinerseminare wurden in Potsdam und Berlin gegründet. Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland heute ist sehr ukrainisch-russisch geprägt: Sind die älteren Mitglieder in Deutschland angekommen? Die Synagogen sind fast leer: Worin besteht heute jüdische Identität? Reicht die Familiengeschichte, der Status als Minderheit oder definiert gar Judenfeindschaft Identität?

Uri Kaufmann studierte von 1977 bis 1983 an der Hebräischen Universität in Jerusalem Geschichte und promovierte 1987 an der Universität Zürich. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Jüdische Studien in Heidelberg, Dozent an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und als Konzeptentwickler für das Jüdische Museum Berlin und das Landesarchiv Baden-Württemberg tätig. Von 2011 bis 2023 war er Leiter der «Alten Synagoge Essen- Haus jüdischer Kultur».

Veranstaltung ist kostenfrei, wir bitten um Spenden.

   

«Geschichte und Geschichten»

Ortsführung durch das jüdische Gailingen einschließlich des jüdischen Friedhofs

In Gailingen lebten über Jahrhunderte zwei Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Religion, Berufsstruktur und Kultur zusammen – ein Dorf, dessen Ortsbild von der jüdischen Bevölkerung maßgeblich geprägt wurde. Sie wandern entlang jüdischer Spuren bis zum Friedhof, betrachten Häuser und hören von Menschen und ihren Geschichten.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, den Friedhof nur mit Kopfbedeckung zu betreten.

Treffpunkt: Jüdisches Museum Gailingen, Ramsener Straße 12, Gailingen

Kosten: € 10,- p.P. – Schüler*innen und Studierende sowie Inhaber*innen einer gültigen VHB-Gästekarte frei

Internationaler Museumstag, 11:00–17.00 Uhr

11:0011:30 Uhr, »Vertraut und fremd zugleich« – Kurzführung durch die Dauerausstellung im Jüdischen Museum

12:3013:00 Uhr, »Vertraut und fremd zugleich« – Kurzführung durch die Dauerausstellung im Jüdischen Museum

14:30–15:30 Uhr, »Auf der Suche nach Farbe und Licht« – Kreativer Malworkshop für Kinder mit Künstlerinnen Andrea Dietz und Kerstin Weiland im Erdgeschoss des Bürgerhauses

Führung, Workshop und Eintritt frei

   

«Geschichte und Geschichten»

Ortsführung durch das jüdische Gailingen einschließlich des jüdischen Friedhofs

In Gailingen lebten über Jahrhunderte zwei Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Religion, Berufsstruktur und Kultur zusammen – ein Dorf, dessen Ortsbild von der jüdischen Bevölkerung maßgeblich geprägt wurde. Sie wandern entlang jüdischer Spuren bis zum Friedhof, betrachten Häuser und hören von Menschen und ihren Geschichten.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, den Friedhof nur mit Kopfbedeckung zu betreten.

Treffpunkt: Jüdisches Museum Gailingen, Ramsener Straße 12, Gailingen

Kosten: € 10,- p.P. – Schüler*innen und Studierende sowie Inhaber*innen einer gültigen VHB-Gästekarte frei

»Kinder Abrahams – Konsequenzen für Juden, Christen und Muslime heute«, Vortrag von Prof. Karl-Josef Kuschel

Weltpolitische Verwerfungen haben das Verhältnis von Juden, Christen und Muslimen Spannungen und Konflikten ausgesetzt. Verdrängt wird damit, dass alle drei ein Vermächtnis teilen. Erkennen sie doch in Abraham den gemeinsamen Vater ihres Glaubens an Gott, den Schöpfer, Erhalter und Richter von Mensch und Welt. Zahlreiche Initiativen in Deutschland und weltweit ziehen aus dem abrahamischen Vermächtnis Konsequenzen und setzen sich ein für Vertrauensbildung zwischen den »Kindern Abrahams«. Darüber informiert der Vertrag von Prof. Karl-Josef Kuschel (Universität Tübingen), einer der profiliertesten Verfechter einer »abrahamischen Ökumene« von Juden, Christen und Muslimen in Deutschland.

Karl-Josef Kuschel, Professor i.R. der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Tübingen, lehrte dort von 1995 bis 2013 Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs. Seit 2012 ist er Kuratoriumsmitglied der «Stiftung Weltethos». 2015 wurde er in den Stiftungsrat des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zur Vergabe des jährlichen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berufen. Er ist Präsident der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft. Zahlreiche Veröffentlichungen zum interreligiösen Dialog und zu Religion und Literatur.

Veranstaltung ist kostenfrei, wir bitten um Spenden.

»Es ist alles anders«, Kreativer Malworkshop für Erwachsene mit den Künstlerinnen Andrea Dietz und Kerstin Weiland

Jüdisch-Sein in der Diaspora steht paradigmatisch für das Anders-Sein einer jeder Minderheit. Seit es Judentum gibt, existieren Bilder von ihm, eigene und fremde. Manche Imaginationen gewähren vielfältige Eindrücke in jüdische Selbstverständnisse, andere erweisen sich als falsch und stereotyp. Ideal- und Zerrbilder von dem, was jüdisch sei, gibt es viele. Doch das einzig richtige Bild eines Menschen existiert nicht. Jede Vorstellung von uns selbst oder unserem Gegenüber bleibt Wunsch- oder Zerrbild und ist stets von Veränderungen betroffen.

Der Malworkshop richtet den Blick auf die Suche nach dem Fremden und dem Eigenen in uns und unserer Gesellschaft. Was bedeutet es für die eigene Identität mit einer zweitausendjährigen jüdischen Kultur in Europa verbunden zu sein? Wie und wo zeigen sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Wie können wir Fremdzuschreibungen und Einschränkungen aufbrechen? Nach einem kurzen Impulsgespräch im Jüdischen Museum haben Sie Gelegenheit, Diskussion und Anregung in Farbe und Form fließen zu lassen. Im Abendkurs kommen verschiedene künstlerische Techniken zur Anwendung (Papier, Acrylfarben, Graphit, Kreiden und Kohle). Mit verschiedenen Materialien den eigenen Weg finden, ist das Ziel.

Zur Teilnahme am Workshop bitten wir um vorherige Anmeldung unter info@jm-gailingen.de (max 10 TN).

Kosten: 60 Euro p.P.

»Am guten Ort« – Öffentliche Führung auf dem Jüdischen Friedhof

Der Jüdische Friedhof Gailingen ist das altehrwürdigste Zeugnis aus der Frühzeit der jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert. Als steinernes Archiv erzählt er mit hebräischen und deutschen Grabinschriften und Bildsymbolen vom Leben der Toten und zeugt von der tiefen Religiosität, die das Landjudentum über die Jahrhunderte auszeichnete. Leitmotiv ist der Glaube auf ein »Olam haba«, eine »kommende Welt« und spirituelles Jenseits. Als mystischer Ort der Stille ist der Friedhof nicht nur ein Ort des Todes und der Trauer sondern erinnert an bekannte und unbekannte Persönlichkeiten der Gailinger Bürgerschaft.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, den Friedhof nur mit Kopfbedeckung zu betreten.

Treffpunkt am Jüdischen Friedhof, Bürglestraße, Gailingen

Führung ist kostenfrei, wir bitten um Spenden.

   

«Geschichte und Geschichten»

Ortsführung durch das jüdische Gailingen einschließlich des jüdischen Friedhofs

In Gailingen lebten über Jahrhunderte zwei Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Religion, Berufsstruktur und Kultur zusammen – ein Dorf, dessen Ortsbild von der jüdischen Bevölkerung maßgeblich geprägt wurde. Sie wandern entlang jüdischer Spuren bis zum Friedhof, betrachten Häuser und hören von Menschen und ihren Geschichten.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, den Friedhof nur mit Kopfbedeckung zu betreten.

Treffpunkt: Jüdisches Museum Gailingen, Ramsener Straße 12, Gailingen

Kosten: € 10,- p.P. – Schüler*innen und Studierende sowie Inhaber*innen einer gültigen VHB-Gästekarte frei

Europäischer Tag der jüdischen Kultur , 10:00-17:00 Uhr

Veranstaltungsdetails werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Museumsnacht Hegau – Schaffhausen    

Im Rahmen der grenzüberschreitenden Museumsnacht Hegau-Schaffhausen ist das Jüdische Museum Gailingen von 17–24 Uhr geöffnet.

Die Dauerausstellung des Jüdischen Museums dokumentiert mit authentischen Exponaten die jüdische Lebenswelt in Gailingen und den Nachbargemeinden Randegg, Wangen und Worblingen. Von der Synagoge und der gelebten Religiosität, über das Alltagsleben mit Vereinen und Festen bis zur Verfolgung und Deportation in der NS-Zeit wird thematisch ein weiter Bogen gespannt.

Eintritt frei

«Vertraut und fremd zugleich»

Öffentliche Museumsführung mit Besuch des historischen Ritualbades, der Mikwe

Die Geschichte jüdischen Lebens in einer Region ist immer auch die Geschichte vom Umgang mit dem Fremden, seiner Integration und/oder Zurückweisung. Der gemeinsame Gang durch die Dauerausstellung im ehemaligen Schulhaus bietet vielfältige Einblicke in die Entwicklung einer der größten jüdischen Landgemeinden im süddeutschen Raum. Thematisiert werden Gailinger Synagoge, gelebte Religiosität und Alltagsleben, der lange Weg jüdischer Emanzipation sowie Verfolgung und Deportation während des Nationalsozialismus.

Führung und Eintritt frei. Wir freuen uns über eine freiwillige Spende.

   

«Geschichte und Geschichten»

Ortsführung durch das jüdische Gailingen einschließlich des jüdischen Friedhofs

In Gailingen lebten über Jahrhunderte zwei Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Religion, Berufsstruktur und Kultur zusammen – ein Dorf, dessen Ortsbild von der jüdischen Bevölkerung maßgeblich geprägt wurde. Sie wandern entlang jüdischer Spuren bis zum Friedhof, betrachten Häuser und hören von Menschen und ihren Geschichten.

Männliche Teilnehmer werden gebeten, den Friedhof nur mit Kopfbedeckung zu betreten.

Treffpunkt: Jüdisches Museum Gailingen, Ramsener Straße 12, Gailingen

Kosten: € 10,- p.P. – Schüler*innen und Studierende sowie Inhaber*innen einer gültigen VHB-Gästekarte frei

»Farben und Formen des Herbstes«, Kreativer Malworkshop für Kinder mit den Künstlerinnen Andrea Dietz und Kerstin Weiland

Das Ernte- und Laubhüttenfest »Sukkot« erinnert Jüdinnen und Juden an das Leben ihrer Vorfahren auf der Flucht aus Ägypten. In den Tagen vor dem Fest sammeln sie Äste, Zweige und Palmwedel, tragen Holzlatten oder Planen herbei und bauen daraus eine Laubhütte. Die »Sukka« ist als Schutzhütte auch ein Sinnbild für Vertrauen in einer brüchigen Welt. Nach einer kurzen Einführung zum fröhlichen jüdischen Laubhüttenfest tauchen die Kinder mit Collagetechniken in Farben und Formen des Herbstes ein.

Zur Teilnahme am Workshop bitten wir um vorherige Anmeldung unter info@jm-gailingen.de (max 10 TN).

Kosten: 15 Euro p.P.

«Vertraut und fremd zugleich»

Öffentliche Museumsführung mit Besuch des historischen Ritualbades, der Mikwe

Die Geschichte jüdischen Lebens in einer Region ist immer auch die Geschichte vom Umgang mit dem Fremden, seiner Integration und/oder Zurückweisung. Der gemeinsame Gang durch die Dauerausstellung im ehemaligen Schulhaus bietet vielfältige Einblicke in die Entwicklung einer der größten jüdischen Landgemeinden im süddeutschen Raum. Thematisiert werden Gailinger Synagoge, gelebte Religiosität und Alltagsleben, der lange Weg jüdischer Emanzipation sowie Verfolgung und Deportation während des Nationalsozialismus.

Führung und Eintritt frei. Wir freuen uns über eine freiwillige Spende.